In drei Schritten zum Studienplatz: Wie Sie das Bewerbungsverfahren an der AOEV bestehen

Blumensträuße zieren die Tische, Papiertüten mit Utensilien fürs Studium und kleinen Snacks stehen bereit, Namensschilder und persönliche Grußkarten weisen zu den Sitzplätzen. Als im April die Temperaturen bereits ein sommerliches Ausmaß erreicht haben, wagen zehn neue Studenten in Berlin Friedrichshain den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Sie alle hatten sich erfolgreich für den Studiengang „Public Management“ an der Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht (AOEV) der Steinbeis-Hochschule Berlin immatrikuliert. In den kommenden drei Jahren werden sie als Studiengruppe PuMa18 die Fachbereiche Verwaltungswissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaft studieren und sich in Seminaren mit Themen wie zum Beispiel dem Personalmanagement, der Berufsethik oder dem Controlling in der öffentlichen Verwaltung beschäftigen. Die Studierenden im Alter zwischen 24 und 45 Jahren kommen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, bringen ein buntes Spektrum an Qualifikationen und Berufserfahrung mit und absolvieren ihr berufsbegleitendes Studium aus den verschiedensten Gründen. Was sie jedoch neben dem Studienbeginn alle vereint, ist das Bewerbungsverfahren, welches die Studierenden gleichermaßen durchlaufen haben.

Warum gibt es ein Bewerbungsverfahren an der AOEV?

Ein berufsbegleitendes Studium ist eine große Herausforderung und erfordert von jedem Studierenden eine gute Organisation, ein durchgehendes Zeitmanagement und einen starken Willen, das Studium zu meistern (s. auch Soll ich oder soll ich nicht berufsbegleitend studieren?). Wichtiger als ein „Einser-Schnitt“ auf dem Zeugnis ist die Persönlichkeit der Bewerber. Das mehrstufige Bewerbungsverfahren schafft den Mitarbeitern der Hochschule die Möglichkeit, die Studieninteressierten kennenzulernen, deren Beweggründe und Motivatoren für ein Studium neben dem Beruf zu erkennen. Gleichzeitig eröffnet dies auch den Bewerbern die Chance, das Institut kennenzulernen, Eindrücke zu sammeln, Fragen zu stellen und dabei zu überprüfen, ob der gewählte Weg zum eigenen Lebensentwurf passt. Zudem fließen formale Voraussetzungen in den Entscheidungsprozess ein, da die Studierenden, die sich für ein Studium an der AOEV interessieren, bestimmte formale Zulassungskriterien erfüllen müssen.

Die drei Schritte des Bewerbungsverfahrens an der AOEV

Der erste Schritt besteht im postalischen Versenden der Bewerbungsunterlagen zur angegebenen Bewerbungsfrist. Diese Unterlagen können vorab zur Fristwahrung als PDF an die AOEV versendet werden. Neben dem ausgefüllten Bewerbungs- und Zulassungsbogen gehören ein tabellarischer Lebenslauf, die Zeugnisse als Nachweis des höchsten Bildungsabschlusses, Nachweise der Berufspraxis bzw. des Beschäftigungsverhältnisses sowie ein Foto zur Bewerbungsmappe. Nach dem Eingang der Unterlagen bei der AOEV werden diese von der Studiengangsleitung auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.
Sind die formalen Zulassungskriterien erfüllt, erhalten die Interessenten im zweiten Schritt eine Einladung zum Bewerbertag nach Berlin. Dieser Tag steht offiziell unter dem Name „Eignungstest“, gestaltet sich aber als ein Tag, an dem für beide Seiten – Bewerber und Institut – die Gelegenheit zum ausgiebigen Kennenlernen besteht. Das Team der AOEV und die zukünftigen Studierende stellen sich einander vor. Die Bewerber lernen ihre potentiellen Kommilitonen kennen, die Räumlichkeiten des Instituts und erhalten einen Einblick in dessen Arbeitsweise. Im Anschluss daran werden in einem Assessment-Programm Gruppenaufgaben bearbeitet und präsentiert. In den Einzelgesprächen am Ende des Tages können letzte unbeantwortete, individuelle Fragen und Anliegen besprochen werden. Die Gruppen- und Einzelaufgaben werden anschließend nach einem Punktesystem von den Mitarbeiterinnen den AOEV ausgewertet und so die Eignung der BewerberInnen bestimmt.
Ist die Eignung festgestellt, erhalten die BewerberInnen im dritten und letzten Schritt die Zusage zum Studium und ihren Studienvertrag zugesandt. Dieser Vertrag sollte gründlich gelesen, zwei Exemplare unterschrieben und an die AOEV postalisch zurückgeschickt werden. Hat der Direktor die Exemplare unterschrieben und ist damit der Vertrag zwischen dem Bewerber und der Steinbeis-Hochschule Berlin geschlossen, steht der Immatrikulation nichts mehr im Wege. Am ersten Studientag erhalten alle Studenten ihre Immatrikulationsurkunde und ihren Studentenausweis.
Und das Studium kann beginnen!