Arbeiten im öffentlichen Dienst – das sind die aktuellen Herausforderungen

Die Akademie für öffentliche Verwaltung und Recht hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mitarbeiter für den öffentlichen Dienst aus- beziehungsweise weiterzubilden. Warum der Fokus auf die öffentliche Verwaltung? Ganz einfach, weil der Staat einer der interessantesten Arbeitgeber ist.

Von den rund 40 Millionen Menschen in Deutschland, die im Berufsleben stehen, entfallen ca. 12% auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst – seien es Beamte oder Tarifbeschäftigte. Damit zählt der öffentliche Dienst als Deutschlands größter Arbeitgeber – und nicht nur das, er verfügt auch über die meisten Standorte.

Aufgaben und Aufteilungen im öffentlichen Dienst

Der öffentliche Dienst teilt sich auf in Beschäftigte auf Bundes- (11%), Landes- (50%) und Kommunalebene (31%)*. Die restlichen 8% entfallen auf den Sozialversicherungsbereich. Hinzu kommt das Personal, welches in den zugehörigen Einrichtungen mit privater Rechtsform tätig ist und damit nicht zum „klassischen Öffentlichen Dienst“ zählt – hier handelt es sich um weitere 1,2 Millionen Arbeitnehmer.

Vielfältiger könnten die Aufgaben kaum sein: ob Wissenschaft/Kultur, Gesundheit/Umwelt, Landwirtschaft/Städtebau, Energie/Wasserwirtschaft oder Arbeitsmarktpolitik/Finanzen – Fachkräfte werden in jedem Bereich gebraucht. Nach Aussagen des Deutschen Beamtenbundes (DBB) fehlen dem Staat derzeit rund 180 000 Mitarbeiter.

Bessere Chancen für Neu- und Quereinsteiger

Durch den hohen Personalbedarf ist der Einstieg in die öffentliche Verwaltung etwas einfacher geworden. Erhöhter Bedarf besteht unter anderem im Bereich Grundschul-, Gymnasial- und Berufsbildung. Hier werden mittlerweile auch Bewerbungen von Quereinsteigern gern geprüft.

Im öffentlichen Dienst ist durchschnittlich jeder vierte Beschäftigte über 55 Jahre alt und geht damit bis 2025 in den Ruhestand. Parallel dazu wachsen die Aufgaben bei Bund, Land und Kommunen. Insbesondere das Thema Migration stellt den Staat vor neue Herausforderungen.

Anforderungen an die Verwaltung steigen

Aber auch Treiber wie die Digitalisierung und Globalisierung fordern der modernen Verwaltung zahlreiche Kraftakte ab. Behörden sollen besser vernetzt, effizient und kundenfreundlich werden. Kooperationen mit der Wirtschaft, sogenannte Public-Private-Partnerships, verlangen auch vom öffentlichen Dienst eine Orientierung an den Arbeitsweisen der Privatwirtschaft.

Und genau das ist das Thema, welches uns in unseren Studiengängen „Public Management“ und „Leadership & Public Governance“ antreibt. Wir wollen unsere Absolventen entscheidungs- und handlungsfähig machen und auf die aktuellen und kommenden Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung vorbereiten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
www.durchstaaten.de
www.interamt.de

*Zahlen von 2016, https://m.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Oeffentlicher-Dienst/2016-03-21-zahlen-daten-fakten.html